Projekttag „Plastikfreies Cloppenburg“

Was genau ist eigentlich Plastik? Was und wie viel nutzen wir in unserem Alltag aus Plastik? Was ist das Problem an Plastik? Inwiefern kann die Verwendung von Plastik auch hilfreich und nützlich sein? Was können wir gegen die „Plastikflut“ tun? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten wir, die Schülerinnen und Schüler der Grundschule St. Andreas, uns im Rahmen des Projekttages „Plastikfreies Cloppenburg“.

Bilder: Ballmann, Dellwisch, Freude, Goßweiler, Lübke

Warum ist es so wichtig, den Müll richtig zu trennen?

Wir beschäftigten uns damit, wo überall Müll entsteht und wie er getrennt und sortiert wird. Es wird in erster Linie zwischen vier verschiedenen Sorten von Müll unterschieden: Biomüll, Papiermüll, Restmüll und Wertstoffe. Der Plastikmüll gehört zu den Wertstoffen und muss in der gelben Tonne entsorgt werden. Darüber hinaus stellten wir fest, dass es noch weitere Sorten von Müll gibt, wie zum Beispiel Altglas und Sondermüll. Es machte viel Spaß, den Müll richtig zu sortieren und war oft gar nicht so einfach. In welchen Müll gehören zum Beispiel benutzte Papiertücher? Wie entsorgen wir Müll, der zum einen Teil aus Papier und zum anderen Teil aus Plastik ist?


Wisst ihr, warum es so wichtig ist, den Müll richtig zu trennen? Es ist so wichtig, weil dadurch viele Verpackungen aus Plastik wiederverwertet werden können. Das nennt man Recycling und es schützt das Klima und die Umwelt.

Wie können wir im Alltag auf Plastik verzichten?

Wird Müll und damit einhergehend auch Plastik nicht richtig getrennt oder sogar dreist in der Natur hinterlassen, ist dies besonders schädlich für uns und unsere Umwelt. Der Plastikmüll gelangt über Umwege oftmals ins Meer und stellt dort eine Gefahr für viele Meerestiere dar. Schildkröten zum Beispiel verfangen sich leicht im Plastikmüll und können sich anschließend nicht mehr davon befreien. Darüber hinaus wird Plastik im Meer zu winzig kleinen Teilen zersetzt. Das nennt man Mikroplastik. Viele Meerestiere halten das Mikroplastik für Nahrung und fressen unseren Müll. Werden daraufhin zum Beispiel Fische aus dem Meer gefangen, landen sie auf unserem Teller und so nehmen auch wir das Mikroplastik über unsere Nahrung auf.


Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, gestalteten wir eine Alternative zu Plastik. Wir zeichneten Meerestiere auf Stoffbeutel und bemalten sie anschließend. Das machte viel Spaß und unsere Stoffbeutel können wir nun immer wieder verwenden. Außerdem erinnern uns die Meerestiere daran, sie und unsere Umwelt zu schützen, indem wir überall dort, wo es möglich ist, auf Plastik verzichten.

Was sind die Vor- und Nachteile von Plastik?

Was ist eigentlich alles aus Plastik? Wir schauten in unseren Schultaschen nach und fanden dabei erstaunlich viele Dinge, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Doch warum sind so viele Sachen aus Plastik?


Wir stellten fest, dass Plastik, auch Kunststoff genannt, einige Vorteile mit sich bringt. Es ist zum Beispiel leicht und bruchfest. Das bedeutet, es geht nicht so leicht kaputt, wenn es herunterfällt. Doch leider hat Plastik auch viele Nachteile. So kann es zum Beispiel unserer Gesundheit sowie der Umwelt schaden. Vor allem Plastikmüll, der in die Weltmeere gelangt, sowie Verpackungen aus Plastik, die nur ein einziges Mal verwendet werden, stellen Probleme dar. Deshalb überlegten wir uns Alternativen, die Plastik einsparen können, um weniger Müll zu produzieren. Beispiele dafür sind Stoffbeutel, Wachstücher oder plastikfreies Shampoo.


Am Ende des Tages fragten wir uns allerdings auch noch einmal, ob Plastik eigentlich immer schlecht ist. Beim Vergleich von Plastik- und Glasflaschen, den ihr auf den Fotos sehen könnt, stellten wir fest, dass Plastikflaschen leichter sind und sich dadurch besser für den Transport eignen, da weniger Energie benötigt wird als bei Glasflaschen. Außerdem benötigen wir zum Beispiel in der Medizin Verpackungen aus Plastik, damit alles frei von Keimen bleibt. Die medizinischen Hilfsmittel bezeichnet man dann als steril.