Medienparcours im 4. Schuljahr

Im 4. Schuljahr wurde das Thema Medienprävention in Form eines Medienparcours umgesetzt. Der Medienparcours wurde von der Suchtpräventionskraft der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, Edith Stein, und der Kreisjugendpflegerin des Landkreises Cloppenburg entwickelt. Er kann sowohl von Schulen als auch von Jugendeinrichtungen ausgeliehen werden.

Der Medienparcours besteht aus vier Stationen, welche die Schülerinnen und Schüler nacheinander durchlaufen und sich dabei mit verschiedenen Themen auseinandersetzen müssen. Die Themen reichen von Cybermobbing über das eigene Freizeit- und Medienverhalten, das Recht am eigenen Bild bis hin zu der Problematik, wie Emojis hinter einer Nachricht zu Verwirrungen oder Missverständnissen führen können.

Die Kinder wurden dafür sensibilisiert, dass sie andere im Vorfeld fragen müssen, wenn sie ein Bild oder Video von ihnen verschicken möchten. Zugleich lernten sie auch, dass ihre Eltern sie ebenfalls vorher um Erlaubnis bitten müssen, wenn sie ein Bild von ihnen selbst weiterleiten möchten.

In der Auseinandersetzung mit dem eigenen Freizeit- und Medienverhalten ging es vor allem darum, den eigenen Medienkonsum kritisch zu hinterfragen. Dabei mussten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem zu diesen Fragen positionieren:

  • Halte ich eine Woche ohne Medien aus?
  • Wo finde ich schneller Freunde: im Internet oder in der Realität?
  • Wem würde ich etwas Wichtiges eher anvertrauen: einem Freund aus dem Internet oder einem Freund aus dem „realen Leben“?


Bei der Zuordnung von Emojis zu Aussagen wie zum Beispiel „Schon ok!“ oder „Ich habe jetzt keine Zeit!“ wurde den Kindern schnell klar, dass man die Bedeutung einer Aussage durch einen unpassenden Emoji verändern kann und die geschriebene Nachricht dadurch beim Empfänger ganz anders ankommen kann als gedacht. An dieser Station setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit der Frage auseinander, wie man Kettenbriefe erkennt und wie man damit umgeht.

Beim Thema Cybermobbing wurden den Kindern verschiedene Handlungsoptionen aufgezeigt, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten würden. Dabei mussten sie sich wie in der Fernsehsendung 1, 2 oder 3 aufstellen und für eine Option entscheiden. Falls sie sich anders verhalten würden als es ihnen in den drei Optionen angeboten wurde, konnten sich die Schülerinnen und Schüler sogar in einem vierten Feld aufstellen.

Es lässt sich festhalten, dass alle vierten Klassen interessante Vormittage erlebten, die allen sehr viel Spaß bereiteten.

Bilder: Rolfes